Bekämpfung des Fachkräftemangels wichtig auch für Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion und frühere Integrationsminister von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet MdL, hat heute gemeinsam mit dem früheren SPD-Bundesverteidigungsminister Peter Struck den Abschlussbericht der Hochrangigen Konsensgruppe Fachkräftebedarf und Zuwanderung in Berlin vorgestellt.

„Angesichts des demographischen Wandels zeichnet sich heute schon ab, dass uns 5 Millionen Arbeitskräfte fehlen werden“, so Laschet. Derzeit gebe es 13,1 Millionen Menschen zwischen 45 und 54 Jahren, aber nur 7,6 Millionen im Alter von 5 bis 14 Jahren. „Wir müssen uns um jeden Einzelnen kümmern. Jedes einzelne Potenzial ist wichtig. Wir müssen stärker investieren in frühkindliche und schulische Bildung. Wir müssen die Weiterbildung für Berufstätige verstärken. Und insbesondere in Nordrhein-Westfalen müssen wir die verbindliche Zusammenarbeit von Wirtschaft und Staat weiter ausbauen. Für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen spielt die Bekämpfung des Fachkräftemangels eine zentrale Rolle.“

Deutschland werde international bislang viel zu wenig wahrgenommen als potenzielles Land für hochqualifizierte Fachkräfte, so Laschet. Deshalb gelte es, bürokratische Hürden abzubauen, um Zuwanderung nach Deutschland zu erleichtern. Laschet: „Wir müssen ausländische Qualifikationen schneller anerkennen. Ausländische Hochschulabsolventen, die in Nordrhein-Westfalen studiert haben, sprechen deutsch und kennen unsere Gesellschaft. Sie müssen wir gewinnen. Vor allem der Mittelstand braucht eine bessere Fachkräfterekrutierung.“

Entscheidend sei, dass dieser Konsens „parteiübergreifend“ zustande gekommen sei, sagte Laschet: „CDU, SPD, CSU, FDP und Grüne, Wirtschaft und Gewerkschaften haben sich an einen Tisch gesetzt und eine Einigung erzielt. Einen solch breiten Konsens hat es in Fragen der Zuwanderung noch nie gegeben. Wir hoffen, dass die Vorschläge der Konsensgruppe entsprechend umgesetzt werden.“

An der Konsensgruppe mitgearbeitet haben neben Armin Laschet und Peter Struck auch führende Politiker wie der ehemalige Bundesfinanzminister, Theo Waigel, die CDU-Vorsitzende von Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, sowie Ex-FDP-Minister Andreas Pinkwart, Rudolf Seiters, Herta Däubler-Gmelin, Rita Süssmuth, Ludwig Stiegler, Irmingard Schewe-Gerigk und Monika Wulf-Mathies. Das Besondere an der Konsensgruppe war, dass auch führende Persönlichkeiten wie der Chef der IG BCE, der gebürtige Essener Michael Vassiliadis, und der sauerländische Unternehmer und das Präsidiumsmitglied von BDI und BDA, Arndt Kirchhoff, mitgewirkt haben.

Zusätzliche Informationen