Will die Landesregierung ein neues atomares Zwischenlager für NRW?Dienstag, den 06. Dezember 2011 um 08:49 Uhr Die im Forschungszentrum Jülich eingelagerten 152 Castoren mit radioaktiven Brennelementkugeln werden in der kommenden Woche den nordrhein-westfälischen Landtag beschäftigen. Der Erste stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Parlamentarische Geschäftsführer, Armin Laschet, kündigte heute in Düsseldorf an, dass die CDU im Düsseldorfer Landtag das Thema Castoren auf die Tagesordnung dieser Plenarwoche setzen will. Laschet forderte die Landesregierung auf, endlich Klarheit in der Frage der weiteren Lagerung der 152 Castorbehälter zu schaffen. „Will die Landesregierung neben Ahaus ein zweites atomares Zwischenlager in Nordrhein-Westfalen schaffen? Will die Landesregierung riskieren, dass die radioaktiven Brennelementkugeln nach dem Jahr 2013 ohne Genehmigung in Jülich gelagert werden? Welche Maßnahmen hat die Landesregierung ergriffen, um zusammen mit der Bundesregierung und dem Forschungszentrum Jülich eine Lösung für eine sichere Lagerung der Castoren zu finden? “ Das seien die zentralen Fragen, die die Landesregierung zu beantworten habe. Der Christdemokrat machte deutlich, dass sich die Sicherheit und Lagerung von Castoren nicht für parteipolitische Spielchen eignen würden, wie es Ministerin Schulze bereits im Frühjahr in der so genannten "Atomkugelaffäre" praktiziert habe. Laschet: "Die Landesregierung hat aus der Brennelementeaffäre, die inzwischen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss beschäftigt, nichts gelernt. Die Ängste und Sorgen der Menschen dürfen nicht erneut für parteipolitische Spielereien missbraucht werden."
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