Skandal um Brustimplantate: Wenn Frauen wirklich einmal die Hilfe von Ministerin Steffens brauchen, geht sie auf Tauchstation

Zur gestrigen Aktuellen Viertelstunde im Gesundheitsausschuss über den Skandal um minderwertige Brustimplantate erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Norbert Post:

„Gerne inszeniert sich Gesundheitsministerin Steffens als die ‚Gender-Ministerin‘, die Diskriminierung dort zu erkennen vermag, wo es selbst den vermeintlich Betroffenen oft nicht aufstößt. Doch wenn Frauen wirklich einmal die Hilfe und Unterstützung der Ministerin brauchen, dann benötigt Frau Steffens Zeit. So passiert bei dem jüngsten Skandal um minderwertige und damit hochgradig gesundheitsschädliche Brustimplantate, die auch in Nordrhein-Westfalen implantiert worden sind.

Die gestrige Sitzung des Gesundheitsausschusses ergab, dass bereits im November 2011 der erste Fall einer krankhaften Veränderung durch besagte Brustimplantate bekannt wurde. Das Bundesgesundheitsministerium reagierte unmittelbar mit Pressemitteilungen und Informationen. In Nordrhein-Westfalen hingegen passierte nichts. Wochenlang herrschte Funkstille in Steffens‘ Ministerium. Das bleibt ein Skandal.

Im Ausschuss führte die Ministerin aus, dass mittlerweile alle 400 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen und die Ärzte, die Brustimplantate verwenden, angeschrieben worden seien. Die Information der betroffenen Patientinnen sei jedoch Pflicht der Ärzte und Krankenhäuser. Auch einen Überblick über Zahlen der betroffenen Patientinnen vermochte die Ministerin nicht zu benennen. 

Wo sind die Hilfen für die betroffenen Patientinnen? Wenn Frau Steffens hier nur einen Teil der Energie aufbringen würde, den sie aufbringt, um Raucher per Gesetz zu Nichtrauchern zu erziehen, dann würden sich die betroffenen Frauen auch ein Stück mehr ernst genommen fühlen.“

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Informationen