Jungen mangelt es an männlichen VorbildernDonnerstag, den 23. September 2010 um 07:43 Uhr Männliche Fachkräfte im Erziehungswesen sind leider immer noch die Ausnahme. Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Anteil männlicher pädagogischer Fachkräfte in Kindertagesstätten lediglich bei 2,4 Prozent liegt. Dabei ist die Notwendigkeit männlicher Bezugspersonen für Kinder durch Erkenntnisse der Forschung hinreichend gesichert. Insbesondere da viele Mütter alleinerziehend sind, fehlt Kindern häufig ein männlicher Ansprechpartner. Gerade Jungen mangelt es an männlichen Vorbildern. Deshalb wäre ein höheres Engagement von Männern in erzieherischen Berufen zu begrüßen. Auf der Grundlage des von der schwarz-gelben Landesregierung entwickelten KiBiz können in der institutionellen Tagesbetreuung alleine bis Ende 2010 rund 7.400 neue Vollzeitstellen geschaffen werden. Wenn Fachkräfte auch Teilzeitbeschäftigungen anstreben, sogar bis zu 8.500 Arbeitsplätze. Und auch in der Kindertagespflege, die durch das KiBiz erheblich aufgewertet wurde, entstehen neue Stellen: Hier werden im Jahr 2010 etwa 7.800 neue Tagespflegepersonen benötigt. Dies können sowohl sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, Formen selbständiger Tätigkeit, 400 Euro-Jobs oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sein. Diese positiven Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt, verbunden mit der Tatsache, dass wir mehr Männer in den traditionell von Frauen dominierten Berufen des Erziehungswesens brauchen, eröffnen zahlreiche neue Chancen. Diese gilt es zu nutzen. Die CDU-Landtagsfraktion fordert die Landesregierung daher in einem Antrag auf, ein Konzept zur Steigerung der Attraktivität und der Nachfrage von Männern in Erziehungsberufen zu entwickeln sowie spezielle Schulungsprogramme für Tagesväter zu erarbeiten, die die Anforderungen von Männern an die Qualifizierung als Tagespflegeperson berücksichtigen. |
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