Kölner Oberbürgermeister Roters hat Impfchaos zu verantworten

Als besorgniserregend bezeichnen die Kölner CDU-Landtagsabgeordneten Christian Möbius, Jürgen Hollstein und Franz-Josef Knieps die städtische Organisation der Verabreichung des Impfstoffes gegen die Schweinegrippe. Das Land hat sich mit einer Gesamtbestellung von 11 Millionen Impfdosen für eine umfassende Versorgung der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Anders als in vielen Städten in Nordrhein-Westfalen, gibt es in der Stadt Köln jedoch keine zentrale Impfstelle, an die sich die Bürgerinnen und Bürger wenden können. In den letzten Tagen haben sich die Stimmen in der Bevölkerung gemehrt, die sich über die Impfsituation in Köln beschweren. Die Impfung findet in Köln über niedergelassene Hausärzte statt. Abgesehen von einer Überlastung der Praxen bringt dies das Problem mit sich, dass Hausärzte vorrangig ihre eigenen Patienten impfen könnten. Die CDU-Landtagsabgeordneten weisen zudem darauf hin, dass die Lieferung des Impfstoffes in 10er-Einheiten erfolgt: Wenn eine Praxis die Impfung nicht immer für exakt 10 Patienten organisieren kann, muss sie den - ohnehin schon in Köln knappen - Impfstoff vernichten, da er nur für einen sehr kurzen Zeitraum haltbar ist. "Eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung kann so nicht gewährleistet werden", so die CDU-Politiker.

Besser sei es daher, zentrale Impfstellen z. B. im Gesundheitsamt einzurichten, in denen Impfwillige alle Formalitäten nacheinander durchlaufen können. Die Praxen der niedergelassenen Ärzte würden so nicht zusätzlich belastet und könnten sich der Versorgung der ohnehin steigenden Zahl an Patienten widmen.

Die CDU-Landtagsabgeordneten fordern den Oberbürgermeister Jürgen Roters nachdrücklich dazu auf, die zentrale Versorgung der Bevölkerung mit dem Impfstoff sicherzustellen, um dem Impfchaos wirksam zu begegnen.

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