Organisationschaos beim AbiturDonnerstag, den 23. September 2010 um 07:39 Uhr Kaum ist die neue grün-rote Minderheitsregierung im Amt, steht die Schullandschaft zwischen Rhein und Weser schon Kopf. Schlimmstes Beispiel: die Umsetzung des achtjährigen Gymnasiums. Die vergangenen fünf Jahre haben alle Beteiligten vor große Herausforderungen gestellt. So eine einschneidende Reform macht man bei laufendem Betrieb nicht mal ebenso mit links. Aber die Gymnasien haben es gemeistert. Nun verunsichert die grüne Schulministern Löhrmann Eltern, Lehrer und Schüler mit der Ankündigung, die Gymnasien sollen selbst darüber entscheiden, ob sie nach acht oder nach neun Jahren zum Abitur führen wollen. Mit Verlaub, Frau Ministerin: Das Abitur ist Gesetz, beschlossen im Frühjahr 2005, als Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen am Ruder war. Gesetze kann nur der Gesetzgeber, also der Landtag von Nordrhein-Westfalen, ändern. Schlimmer aber ist, dass Frau Löhrmann so das Chaos an den Gymnasien organisiert: Denn Schulwechsel werden dann innerhalb von NRW unmöglich, weil man nicht mehr von einem G8- in ein G9-Gymnasium wechseln kann. die eben neu angeschafften G8 Schulbücher werden für G9 unbrauchbar, die derzeitige Personalplanung der Gymnasien wird Makulatur, denn für G9 sind mehr Lehrer notwendig; und was passiert mit Wiederholern? Wir laden Frau Löhrmann ein, zusammen mit der CDU-Landtagsfraktion die Reform des Gymnasiums zu optimieren, die betroffenen Lehrenden, Eltern und Kinder zu beteiligen und somit die Akzeptanz zu erhöhen. |
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